Buchbesprechungen

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Ein düsteres Haus, unheimliche Dämonen und ein Junge, der sie hütet ...

daemliche_daemonen„Dämliche Dämonen“ ist ein besonderes Buch, das seine Leser von der ersten Seite an fesselt und in eine fantastische Geschichte entführt, um ein dunkles Haus in dessen Inneren es von unzähligen Dämonen nur so wimmelt. Nate, der Dämonenhüter ist ein herrlicher Antiheld - die Dämonen tanzen ihm geradezu auf der Nase herum und auch so ist er eher tollpatschig denn selbstbewusst und er fühlt sich allein. Dem Leser ist Nate sofort symphatisch, man hat regelrecht Mitleid mit ihm und doch muss man schon mal herzhaft über die Streiche lachen, die ihm die Dämonen spielen.

Royce Buckingham hat eine besondere Art die ungewöhnlichen Wesen zu beschreiben und sie so für den Leser lebendig werden zu lassen. Der Autor erzählt in bildgewaltiger Sprache von dem Geschehen, ... dass es einfach unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen ...

Eine rasante, bildgewaltige und kurzweilige Abenteuergeschichte, die den Leser in das buchstäbliche Chaos entführt. Fantastisch!

Hier gesamte Rezension lesen:
www.grosse-literatur.de/Dämliche-Dämonen-Royce-Buckingham/bd/712/

Montag, 29. Dezember 2008

Neue, witzige Abenteuer aus Italien ...

meine_schwiegermutter_ist_cooler_als_deine"Meine Schwiegermutter ist cooler als deine" ist mittlerweile das dritte Buch, dass ich aus Stefan Maiwalds Feder und über seine Familie gelesen habe. Ich muss gestehen, ein großer Fan seiner Erzählungen geworden zu sein. Er gibt seinen Erinnerungen diese besondere Prise Humor bei und schildert die Erlebnisse auf seine ganz eigene ironische Art, die man mittlerweile richtig schätzen gelernt hat ... Und so lässt er seine Leser schon mal laut auflachen, während ein andauerndes Schmunzeln eigentlich die ganze Lesezeit über anhält. Das Buch beiseite legen? Nein, das geht leider gar nicht!

Der Autor hat uns diesmal neue Geschichten aus seinem Leben und dem seiner italienischen Familie mitgebracht, Erzählungen aus dem Alltag, die ihre Leser dennoch fesseln. Das ist zum Großteil Maiwalds ganz eigenem Schreibstil zu verdanken, und dass er manches Familienmitglied, nicht selten sich selbst, schonmal ordentlich auf die Schippe nimmt.
In gewohnter Manier fesselnd, witzig und einfach köstlich!

Sonntag, 28. Dezember 2008

Weihnachtliche Katzengeschichte ...

katzenweihnacht...aus der Feder von Andrea Schacht enthält die beiden Geschichten „Die himmlische Weihnachtskatze“ und „Die Katze und der Weihnachtsengel“. Die Autorin hat damit zwei zauberhafte Erzählungen rund um Weihnachten mit Katzen geschaffen, in die man gern eintaucht. Sie hat ein feines Gespür, das besondere Verhältnis zwischen Mensch und Katze zu schildern, dass man als Leser dieses Büchlein einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Und ab und an muss man sogar ein Schniefen unterdrücken.

„Katzenweihnacht“ ist ein echter Pageturner, den man in wenigen Stunden lesen kann. Dabei ist man in Andrea Schachts Welt tief versunken, hofft und bangt und ist mitten im Geschehen.
Am Ende legt man das Buch nur sehr widerstrebend beiseite und am liebsten würde man gleich nochmal von vorn beginnen. Wirklich wunderbar!

Montag, 15. Dezember 2008

Erfrischende Fantasy auf hohem Niveau ...

drachenfluch... legt Alfred Bekker mit dem ersten Teil - "Drachenfluch" - der neuen Trilogie vor und hat in diesem Roman bemerkenswert detailreiche Legenden geschaffen, in die der Leser sich bereits im Prolog regelrecht festbeißt. Hier liest man über die Entstehung von Drachenerde, über die Herrschaft der Drachen sowie deren Versklavung durch die Magier und Menschen ... Schon allein diese Legenden haben mich fasziniert, noch bevor ich eine Seite der eigentlichen Handlung gelesen hatte.

Der Autor hat eine farbenprächtige Welt geschaffen, die den Leser nicht mehr loslässt – soviel gibt es zu entdecken. Die Menschen, Dörfer und Drachen sind so farbenfroh und lebendig beschrieben, dass man schon bald meint, selbst Teil von Drachenerde zu sein ... Eine eigenständige Fantasywelt, die ganz ohne Elben, Zwerge und Orks auskommt ...

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Die Fotografin Annie Bertram bietet uns hier ...

wahre_maerchen... einen schmucken kleinen Fotoband, der mit surrealistisch angehauchten Bildern bekannte Märchen nacherzählt und gleichsam die enthaltenen Kurzgeschichten verschiedener Autoren veranschaulicht.

Die Kurzgeschichten sind - bis auf zwei - allesamt schön zu lesen und versetzen den Leser in die geheimnisvolle Welt der Märchen.
Die Illustrationen wirken einfallsreich und künstlerisch fantastisch umgesetzt. Manche Fotografien scheinen regelrecht lebendig und geben die Atmosphäre der Geschichte hervorragend wieder.

"Wahre Märchen" ist eine besondere Mischung aus Text und Bild, die das Lesen zu einem richtigen Erlebnis macht.

Samstag, 29. November 2008

Mike Wilks entführt uns in eine Welt voll fantastischer ...

mirror_scape... Wesen, Magie und Abenteuer. Er versteht es den Leser mit seiner geheimnisvollen Spiegelwelt in den Bann zu ziehen und uns nicht so schnell wieder loszulassen.

Mit dem jungen Mel freundet man sich fast augenblicklich an und es dauert nicht lang bis auch Mels Freunde Ludo und Wren uns ans Herz gewachsen sind. Man ist fasziniert von der Stadt Vlam, von Blenks Künstlerwerkstatt und schließlich von der geheimen Spiegelwelt, in die man bereitwillig den Freunden folgt und jedes erdenkliche Abenteuer gern mit ihnen erlebt. Und an Abenteuern hat Mirrorscape so viele Fantastische zu bieten, dass dem Leser die Zeit und die Seiten wie im Nu verfliegen.

"Mirrorscape" ist ein Buch für kalte Winterabende und laue Sommernächte, ein Buch, dass man zu jeder Zeit zur Hand nehmen kann und das seine Leser bestens zu unterhalten weiß.

Donnerstag, 13. November 2008

Judith Lennox hat es geschafft eine besondere Familie ...

das_haus_in_den_wolken... in einer besonderen Zeit aufleben zu lassen, eine Familie, die den Leser sofort in ihren Bann zieht und ihn nicht wieder loslässt. Sie versteht es ihren Figuren echtes Leben einzuhauchen und diese so detailreich zu gestalten, dass man manchmal schlicht und einfach vergisst, dass es sich nur um Romanfiguren handelt. Vielmehr werden sie während des Lesens zu Freunden und engen Vertrauten, deren Leben man gebannt verfolgt.

Einziges Manko für mich - für andere vielleicht Highlight - ist die detailreiche Schilderung der Geschehnisse des zweiten Weltkrieges. Als Leser hat man den Eindruck man wäre mittendrin, erlebe es am eigenen Körper, was literarisch gesehen beeindruckend, menschlich jedoch verstörend ist.

Wir lesen von einer Zeit im Wandel, von zwei Generationen, die unterschiedlicher und gleicher nicht sein könnten, von einer Familie, die echten Zusammenhalt erst lernen muss ... "Das Haus in den Wolken" ist ein fesselnder Roman, der nicht nur durch eine sensible Familiengeschichte überzeugt, sondern auch die damalige Zeit und ihre Ereignisse widerspiegelt. Beeindruckend!

Samstag, 8. November 2008

Ein Fehler nach dem anderen ...

michelles_fehlerDie Vierzehnjährige Michelle hat es nicht leicht: Ihre Mutter ist Ärztin, nimmt sich jedoch kaum Zeit für ihre Tochter, der Vater verließ vor kurzem die Familie in Richtung Hamburg und ihre Freundinnen haben sich der Neuen, viel cooleren, Lydia zugewandt, die Michelle, wo es nur geht, das Leben zur Hölle macht ...

Während die Figur der Michelle Mitzow dem Leser durchaus sympathisch ist, so sind es viele andere Figuren leider nicht. Ein wenig eindimensional gezeichnet wirken die übrigen Charaktere beinahe unglaubwürdig ... Michelle selbst tut einem richtig Leid, während sie an diesem einen verhängnisvollen Tag so durch die Stadt irrt - auch wenn man oft geneigt ist sich zu fragen, ob das Mädchen mal wieder zu Sinnen kommt. Und leider muss ich zugeben, hätte ich das Buch nicht nur einmal am liebsten aus der Hand gelegt.

"Michelles Fehler" vermag an der ein oder anderen Stelle zu berühren, doch für meinen Geschmack ist die Geschichte leider zu langatmig.

Samstag, 1. November 2008

Irisches Dörfchen mit persischem Café

rosenwasser_und_meerjungfrauenMarsha Mehran schafft es in ihrem zweiten Roman "Rosenwasser und Meerjungfrauen", dass man die drei Schwestern Marjan, Bahar und Layla fast augenblicklich ins Herz schließt. Man schaut der ältesten, Marjan, beim Kochen geradezu über die Schulter und vermag die leckeren Düfte ihres Essens beinahe riechen zu können ... Damit gelingt es der Autorin, dass man große Lust am Nachkochen bekommt, denn nahezu jedes Gericht ist im nachfolgenden Rezeptteil wiederzufinden.

Gerade die Mischung aus iranischen und irischen Traditionen, in die der Leser hier einen kleinen Einblick erhält sowie das ländliche Flair des irischen Dörfchens und seinen Bewohnern, lassen das Lesen zu einem Vergnügen werden.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Ein Roman, der die Zeit Karls des Großen aufleben lässt

die_abbatissa"Die Abbatissa" ist ein farbenfroher und dicht gewebter Roman über das kleine Findelkind Imma, und gleichzeitig auch ein Roman über Karl den Großen, seine Familie und die politischen Geschicke der damaligen Zeit. Die Autorin versteht es hervorragend diese beiden Geschichten geschickt miteinander zu verbinden. Als Leser ist man schon nach den ersten Seiten gefesselt.

Maria Regina Kaiser schafft es nicht nur von Imma detailreich zu erzählen, auch den übrigen Personen hat sie farbiges Leben eingehaucht. Kaum eine Figur bleibt hier blass, vielmehr webt das Schicksal der verschiedenen Menschen den farbenfrohen Teppich, auf dem auch der Leser wandelt.

Ich war so gefesselt vom Geschehen, dass ich fast das gesamte Buch an nur einem Tag durchgelesen habe. Dieser Roman hat es in die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft, denn am liebsten würde ich gleich noch einmal von vorn mit Lesen beginnen.

Mein aktuelles Buch


Helena Marten
Die Porzellanmalerin


A.E. Johann
Ans dunkle Ufer

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